Individuelles Notizbuch selber machen

Heute zeige ich dir, wie du ein Notizbuch ganz einfach selber machen kannst. Mit unterschiedlichen Materialien, ganz schlicht oder aufwändig bunt verziert, alles ist möglich.

Folgende Materialien und Werkzeuge brauchst du:

  • für die Außenseiten: festes Papier, Karton oder einen Grußkartenrohling
  • Papier für die Innenseiten, ich verwende 100g m²
  • Sticker, gemustertes Papier, Washi-Tape, Transparentpapier, Kunststoffolie, …
  • fertige kleine Briefumschläge
  • doppelseitiges Klebeband
  • Mod Podge und einen Pinsel
  • Schere, Papierschneidemaschine, evtl einen Eckenabrunder
  • Lineal und Bleistift, Arbeitsunterlage
  • Ahle und dicke Nadel
  • gewachste Baumwollkordel, Band
  • Perlen oder Anhänger

Ich weiß, das sieht jetzt wild und nach vielen Sachen aus, aber ich habe alles verwendet, was mit in den Sinn gekommen ist. Außerdem zeige ich dir hier zwei unterschiedliche Varianten. Für ein einzelnes Notizbuch reichen die viel weniger Materialien, das wirst du gleich sehen!

Zunächst ein paar grundsätzliche Dinge. Das Cover sollte immer aus festerem Papier bestehen als die Innenseiten, damit dein Buch eine verlässliche Stabilität bekommt. Beim Falten der Innenseiten solltest du auf die sogenannte „Strichrichtung“ achten. Diejenigen von euch, die nähen, kennen ja den Fadenlauf bei Stoffen und das Prinzip ist auch auf Papier anwendbar. Das bedeutet bei Papier, dass es sich bereitwilliger in eine Richtung falzen lässt als in die andere. Das hat etwas mit den Fasern und der Richtung zu tun, in der Stoff oder Papier hergestellt wurde. Kurz gesagt ist es bei DIN A4 Papier üblicherweise so, dass es sich von einer Seite zur anderen besser knicken lässt als von unten nach oben.

Außerdem kannst du überlegen, ob du neben den Seite noch andere Dinge einfügen möchtest. Vielleicht einen Umschlag, um Zettel darin aufzubewahren? Magst du oben oder an der Seite Reiter hinzufügen, weil deine Notizen dann besser geordnet sind? Ein Band als Lesezeichen ist ebenso möglich wie Trennblätter aus Kunststofffolie.

Nun aber los. Das Cover eines Notizbuches ist eine Klappkarte, die aufgeklappt so breit ist wie ein Blatt gewöhnliches Papier, aus dem später meine Notizbuchseiten bestehen werden. Wenn das Papier nun einfach nur in der Mitte gefaltet wird, ragt es später aus dem Cover heraus. Also habe ich einfach 0,5cm abgeschnitten und es dann gefaltet. Das andere Heft hat eine altes Plattencover als Außenseite bekommen.

Hier habe ich die Größe so gewählt, dass ich das Papier der Innenseiten nicht zurück schneiden muss. Außerdem hab ich mir zu nutze gemacht, dass die Pappe ja sozusagen schon doppelt liegt. Ich habe die obere linke Ecke verwendet und den oberen Teil zusätzlich aufgetrennt. Damit ist eine Außenhülle schon fertig. Für die zweite wendest du dich deiner Klappkarte zu: soll sie bleiben, wie sie ist oder verzierst du sie? Mit Stickern, Washi-Tape ( lange nicht benutzt!! ) oder bedrucktem Papier hast du auch hier wieder die Qual der Wahl. Das Aufkleben größerer oder vollflächiger Papierstücke gelingt mir mit Mod Podge am besten. Einfach mit dem Pinsel auf der Karte verteilen, Papier andrücken und fertig.

Nun die Innenseiten zuschneiden, Hinweise dazu habe ich ja bereits weiter oben im Text gemacht. Die entsprechenden Seiten habe ich dann aufeinander gelegt und in einem geknickt. Den Falz kannst du mit einem Falzbein nachziehen, dann wir der Knick schöner.

Jetzt ist der Zeitpunkt, die Notzibuchseiten und Extras zu platzieren. Einen kleinen bunten Umschlag, in dem ich lose Zettel sammeln kann,  werde ich in die Fadenbindung mit einbeziehen.

Außerdem habe ich mich für eine Kunststofffolien-Trenner und Seiten aus bedrucktem Transparentpapier entschieden. Beide wurden genauso wie die Seiten erstellt.

Nun fehlt noch die Bindung. Mit der Ahle stichst du in die Mitte des Covers und aller deiner Seite ein Loch.

Dann alles passend aufeinander legen und anfangen zu „nähen“. Los geht´s außen in der Mitte, von hier durch alle Schichten – nach oben – um die obere Kante herum nach außen – wieder durch das Loch nach innen –  und um die untere Kante nach außen zum Anfang zurück.

Dann gut verknoten und nach belieben verzieren, ich habe an einem ein paar kleine Perlen befestigt.

Außerdem mag ich Reiter zum Unterteilen. Du kannst selbstklebende fertig kaufen oder deine eigenen machen: hierfür benötigst du Papier oder dünneren Karton und einen Ecken-Abrunder oder einfach eine Schere.

Bei meiner Version haben die fertigen Reiter die Größe von etwa 2,5 x 3,5 cm . Dafür schneidest du ein Stück Papier zu, das 5 cm x 3,5cm groß ist und faltest es zur Hälfte. dann knipst du die gefalzte Seite mit dem Eckenrunder ab oder schneidest sie entsprechend. Dann beide Seiten mit doppeltem Klebeband versehen und aufkleben. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nacharbeiten! Verlinkt beim Creadienstag und den Dienstagsdingen.

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